Tiernothilfe

Tipps und Ansprechpartner bei gefundenen Wild- oder Haustieren


Wichtige Hinweise vor der Aufnahme von Wildtieren:

  1. Wildtiere dürfen grundsätzlich nicht aus der Natur mit nach Hause genommen werden. Dies verbieten die gesetzlichen Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes, der Bundesartenschutzverordnung und des Landschaftsgesetzes NRW.
  2. Nehmen Sie Tiere nur dann auf, wenn sie ganz sicher sind, dass es sich um hilflose und verletzte Tiere handelt! Sonst schaden Sie dem Tier sehr.
  3. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger machen die Erfahrung, dass die Tierliebe der Anfrufenden zwar groß ist, aber das Wissen über Wildtiere immer mehr abnimmt. So werden auch völlig gesunde Tiere abgegeben. Das ist für die Tiere besonders verhängnisvoll. Beispielsweise wurden einem Schwanenpaar die Küken weggenommen, weil geglaubt wurde, es seien Gänseküken. Diese erlebten dann eine Odysse über Polizei, Feuerwehr und anderen Stationen. Auch die Identifikation der Tiere können die Finder(innen) kaum leisten. Insbesondere Taubenküken oder sogar Mauersegler werden mit Greifvögeln verwechselt.
  4. Igel werden oft noch als Junges wegen angeblichem Untergewicht im August aufgesammelt. Ist ein Igel mit Zecken befallen, entfernen sie diese mit einer Pinzette und belassen Sie den Igel draußen.
  5. Gesunde Tiere können in Tierparken nicht abgegeben werden, da der Bestand vollständig ist.
  6. Beobachten Sie das gefundene Wildtier sehr genau. Eventuell ist es gar nicht verletzt oder verlassen. Häufig sind Jungtiere allein, da die Eltern Nahrung besorgen müssen. Zum Beispiel sitzen noch nicht flugfähige Jungvögel scheinbar verlassen bodennah auf Ästen. Diese Jungtiere keinesfalls berühren oder mitnehmen!

Verletzte Tiere

Verletzte oder mit Insekten befallene Tiere können Sie zu einer Tierarztpraxis bringen (Adressen in Ihrer Nähe finden Sie in den Gelben Seiten). Dort erhalten Sie auch Informationen zur Haltung und Fütterung der Tiere. Informieren Sie sich vorher über möglicherweise anfallende Kosten.


Wildunfall

Falls Sie im Straßenverkehr in einen Wildunfall verwickelt werden, müssen Sie umgehend den zuständigen Jagdpächtern bzw. Revierinhaber verständigen. Auskunft gibt die Polizei über die Notrufnummer 110!

 


Anflugopfer an Fensterscheiben

Vögel fliegen manchmal direkt gegen Fensterscheiben, da sie diese bei ungünstigen Lichtverhältnissen nicht sehen können oder, wie z. B. der Eisvogel, mit Wasserflächen verwechseln. Sofern die Tiere den Aufprall überleben und keinen Flügelbruch erlitten haben (dieser sollte von einem Tierarzt behandelt werden), können Sie dem desorientierten Vogel helfen, indem Sie ihn in für eine kurze Zeit in einen dunklen Karton oder eine Kiste setzen. Nach etwa 15 bis 30 Minuten erholt sich der Vogel und kann dann wieder in die Freiheit entlassen werden.

 

Aufprallschutz Bird-Pen:

Zu bestellen im NABU Natur Shop

Informationen zum Vogeltod an Glaswänden


Informationen im Internet:

Weitere Informationen zu verwaisten, verirrten, geschwächten oder verletzten Wildtieren finden Sie unter den folgenden Links:

 

Auf den Internetseiten der aktion tier - menschen für tiere e.V. (hier lang) gibt es viele Tipps, Informationen, aber auch Hilfe und Beratung zu vielen Fragen im Umgang mit Wildtieren, Tierschutz, Artenschutz... Reinschauen lohnt sich!

 


Pflegestationen für Wildtiere

Folgende Pflegestationen in Lippe und den angrenzenden Regionen nehmen geschwächte oder verletzte Wildtiere gegen eine finanzielle Unterstützung für Nahrungs-, Tierarzt- oder weitere Kosten auf:

 

Greifvögel:

  • Adlerwarte Berlebeck, Hangsteinstrasse, 32760 Detmold, (0 52 31) 471 71, info@adlerwarte-berlebeck.de, www.detmold-adlerwarte.de
  • Heimat-Tierpark Olderdissen, Dornberger Str. 149 a, 33619 Bielefeld Hoberge-Uerentrup, (05 21) 51 29 56, doerte.gueth@bielefeld.de

 

Heimische Wildvögel:

  • Vogelpark Heiligenkirchen, Hr. Eckstein, Ostertalstr. 1, 32760 Detmold, (0 52 31) 474 39, info@vogelpark-heiligenkirchen.de
  • Mauersegler (Informationen, Aufzucht sowie Nistkastenbezug): Dirk Wetzlar, (0 52 02) 99 45 36, (01 72) 277 87 69

 

Fledermäuse:

  • Artenschutzbeauftragter Kreis Lippe, Bernd Mühlenmeier, (0 52 65) 534
  • Biologische Station Lippe, Domäne 2, 32816 Schieder-Schwalenberg, (0 52 82) 462
  • Martin Starrach, Laarerstr. 318, 32051 Herford, (0 52 21) 310 22, (01 74) 494 85 21, Martin_Starrach@acor.de
  • Bernd Meier-Lammering, Thomashof 12, 33619 Bielefeld, (05 21) 557 39 03, fledermausschutz@bund.net
  • Informationen rund um Fledermäuse, Hilfe und Ansprechpartner bundesweit, www.fledermausschutz.de

 

Bienen, Hornissen, Wespen...

  • Dirk Betke, Vorsitzender Kreisimkerverein Lippe, (0 52 36) 88 88 08
  • Kurt Brömelmeyer, NABU Lippe, (0 52 34) 987 08
  • Eine Datenbank für Hymenopterendienste, die bundesweit Ansprechpartner für Fragen rund um die Hautflügler auflistet, findet sich auf der Internetseite www.hymenoptera.de.

 

Eine Übersicht von Pflege- und Auffangstationen in ganz Deutschland finden Sie hier.

 


Herrenlose Haustiere

Wenn Sie ein Haustier aufgefunden haben, können Sie sich in unserer Region an folgende Tierheime wenden: