19. Mai 2017

Hoffnungsschimmer für Mauersegler und Schwalben

NABU: Zwischenergebnis der ´Stunde der Gartenvögel´ zeigt, viele Singvogelarten in Gärten und Parks wurden deutlich weniger beobachtet

(C)NABU/M. Düsterberg: Grünspecht im Garten
(C)NABU/M. Düsterberg: Grünspecht im Garten

Die Zwischenbilanz zur „Stunde der Gartenvögel“ fällt auch für Nordrhein-Westfalen eher wenig erfreulich aus. Insgesamt verzeichnet der NABU nach ersten Auswertungen der großen Vogelzählung deutlich mehr Abnahmen als Zuwächse in der Gartenvogelwelt. Noch bis 22. Mai können Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Zählergebnisse vom vergangenen Wochenende unter www.stundedergartenvoegel.de melden, dann werde abschließend Bilanz gezogen. „Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass die Ursachenforschung eine Herausforderung wird“, sagte Heinz Kowalski, stellvertretender Landesvorsitzender und Experte für Ornithologie und Vogelschutz beim NABU Nordrhein-Westfalen.

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3. Mai 2017

Mehr nachhaltige Bildung für den Kreis Lippe

Die NABU Umweltbildungsstätte Rolfscher Hof nimmt als Regionalzentrum am Förderprogramm für Umweltbildungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen teil

Der Rolfsche Hof gehört nun auch zum landesweiten Verbund regional bedeutsamer Einrichtungen der Umweltbildung. Das im vergangenen Jahr neu ins Leben gerufene Landesnetzwerk außerschulischer Lernorte der Umweltbildung vernetzt Einrichtungen miteinander, die ihre Arbeit im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gestalten. Es geht dabei darum, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und mit Blick auf Mensch und Umwelt verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

 

„Die große Bereitschaft, im BNE-Landesnetzwerk mitzuarbeiten, zeigt, wie wichtig eine verlässliche Finanzierung der Arbeit der Umweltbildungseinrichtungen ist. Mit Hilfe der Landesmittel können sie ihre bestehenden Angebote weiterentwickeln und sich inhaltlich breiter aufstellen“, sagte Umweltminister Johannes Remmel in einem Gruß zur Übergabe des Förderbescheides. „Mit der Erweiterung des Landesnetzwerks setzen wir den Weg konsequent fort, in der außerschulischen Umweltbildungslandschaft Nordrhein-Westfalens stabile Strukturen und planbare Angebote zu schaffen.“


16. Mai 2017

SOS fürs Meer

Eine geplante Gesetzesänderung bringt Nord- und Ostsee in ernsthafte Gefahr. Wir appellieren an den Bundestag, im Mai für den Schutz der Meere zu stimmen. Unterstützen Sie uns dabei – und senden Sie den Abgeordneten per Mail, Facebook oder Twitter eine Botschaft.

Weitere Informationen unter www.sosfuersmeer.de

(Einfach auf das Bild klicken!)


27. April 2017

Neueröffnung des NABU-Natur-Infozentrums Senne

NABU-Prinzenpalais stellt sich mit interessantem Ausstellungsprogramm als neu sanierte Einrichtung den Gästen der Landesgartenschau vor

Bad Lippspringe - Der NABU Paderborn freut sich, dass es pünktlich zu Beginn der Landesgartenschau in Bad Lippspringe gelungen ist, gemeinsam mit der NRW-Stiftung und der Stadt Bad Lippspringe die Erdgeschossräume des Prinzenpalais nach einer langen Sanierungsphase neu zu gestalten und zu einem multifunktionalem Tagungs-, Seminar- und Begegnungshaus umzubauen. Zudem wurde der Abschlussraum der Senne-Ausstellung im ersten Obergeschoss mit Mitteln der Stiftung für die Natur Ravensberg fertiggestellt. Und schließlich konnte der NABU mit FÖNA-Mitteln des Landes einen neuen Naturgarten am Prinzenpalais anlegen, der nachhaltig für die Umweltbildung nutzbar ist. Ein dreifacher Grund zum Feiern, deshalb wurde die Einrichtung heute mit einem Festakt neu eröffnet.

 

Geboten werden im Erdgeschoss nun ein gemütlicher Ruhebereich für Besucher, die so genannte Senne-Lounge, ein großzügig gestalteter NABU-Info-Shop, ein moderner Tagungs- und Seminarraum mit neuer Technik und eine umweltbildungsgerechte Versorgungsküche. Das NABU-Team plant bereits den Tagungs- und Seminarhausbetrieb. So werden die Räumlichkeiten nicht nur für die Einführung der Kurse des "Grünen Klassenzimmers" genutzt - aktuell 200 gebuchte NABU-Kurse - sondern auch für die regelmäßig stattfindende Naturtrainerausbildung oder auch für Seminare des NRW-Imkerverbandes "Fachberater Bienenweide".

 

Mit Erwerb der Tages- oder Dauerkarten zur Landesgartenschau 2017, erhalten Besucher gleichzeitig kostenfreien Eintritt in das Prinzenpalais. Während der gesamten Gartenschau (12.04. - 15.10.2017), finden im Erdgeschoss Wechselausstellungen statt. Den Anfang macht die Fotoausstellung "Natur zwischen Rhein und Weser". Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des NABU-Landesverbandes NRW, wurde mit dem Partner CEWE zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. Atemberaubende Tier-, Pflanzen- und Landschaftsmotive stellen die Vielfältigkeit der nordrhein-westfälischen Natur vor. Alle 4-6 Wochen werden die Ausstellungen wechseln, so dass es immer etwas Neues für Besucher zu entdecken geben wird.

 

Neben unterschiedlichen Naturschutzthemen, bietet das Prinzenpalais auch Raum für Künstlerinnen und Künstler der Region. So zeigt z.B. die Bielefelder Künstlerin Ingeborg-Lott-Hermann ihre Ausstellung mit dem Titel ´Baum Schnitte´. Die dabei gezeigten bearbeiteten Wurzelstücke alter Apfelbäume und Fotos von Baum-Körpern wirken auf den Betrachter wie eigene Persönlichkeiten.

 

Mehr Infos zum aktuellen Veranstaltungsprogramm unter: nabu-paderborn.de

 

Für Rückfragen:

Marcus Foerster, NABU-Geschäftsführer Prinzenpalais, Tel. 05252-9380154, E-Mail: nabu-prinzenpalais@t-online.de

 

 

Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de


28. März 2017

Mitgliederversammlung 2017

3x Silber, 3x Bronze

(C)Guntmar Wolff
(C)Guntmar Wolff

Auf der Mitgliederversammlung des NABU Lippe in Oerlinghausen wurden für ihre besonderen Verdienste im Naturschutz mit der silbernen Ehrennadel Fritz Blomberg, Bernd Mühlenmeier und Bernd Milde geehrt. Für die Ehrung reiste der Landesvorsitzende Josef Tumbrink aus Düsseldorf an, um seinen Glückwunsch an die Geehrten zu überbringen. Die bronzene Auszeichnung erhielten Dirk Tornede, Thomas Fiene und Werner Maas.

Ebenfalls wurde der neue Vorstand gewählt. Als Vorsitzender wurde Bernd Milde wieder gewählt, ebenso sein Stellvertreter, Bernd Mühlenmeier, und Kassierer Marco Hermann. Als Beisitzer im neuen Vorstand sind: Gabriele Weber, Frank Krupke, Michael Brending, Guntmar Wolff, Hans Dudler, Thomas Pusch

 

Ein ausführlicher Bericht über die Mitgliederversammlung können Sie hier in Kürze lesen.


6. März 2017

Frösche und Kröten stehen in den Startlöchern

NABU bittet Autofahrer um Rücksicht während der Amphibienwanderung | Krötenhelfer an Schutzzäunen willkommen

Mindestens 6°C in der Nacht und Regen – dann fällt der Startschuss für die alljährliche Wanderung der Amphibien zu ihren Laichgewässern. Im witterungsbegünstigten Tiefland Nordrhein-Westfalens waren bereits im Februar erste kleinere Wanderungen zu verzeichnen. Sogar auf dem Winterberg wurden schon Amphibien gesichtet. Trotz teilweise frühlingshafter Temperaturen am Tag verhindern die kühlen Nächte aber bisher stärkere Wanderbewegungen. Von Mitte bis Ende kommender Woche soll es nun vorübergehend deutlich milder werden, die Wanderungen werden also aufleben.

 

„In allen Teilen von NRW wachen dann Erdkröten und Grasfrösche aus ihrer Winterruhe auf und machen sich zu 100.000en auf den Weg zu ihren Fortpflanzungsgewässern. Nicht selten kommen an einem Teich mehrere 1.000 Tiere an“, sagt Monika Hachtel, Sprecherin des Landesfachausschusses Amphibien und Reptilien des NABU NRW. Im besten Fall erreichten sie unversehrt ihr Laichgewässer. Denn leider drohten den Amphibien vielfältige Gefahren bei ihren Frühjahrswanderungen. Insbesondere die Querung von Straßen bedeute für viele nach wie vor das Todesurteil, so Hachtel weiter. Denn eine Erdkröte benötige rund 20 Minuten, um eine sieben Meter breite Straße zu überqueren. Autofahrerinnen und Autofahrer bittet der NABU daher, auf Amphibienwanderstrecken maximal 30 zu fahren.

 

Nicht wenige Tiere fallen auch in Gullys und Kellerschächte und sterben dort, wenn sie nicht gerettet werden. Doch hier kann man mit wenig Aufwand gut Abhilfe schaffen. Kellerschächte, Außentreppen und Gullys sollten mit Ausstieghilfen bestückt werden. „Gitter oder so genannte Krallmatten oder auch Holzleisten mit grober Oberfläche ermöglichen Lurchi und seinen Verwandten, selbständig aus der Falle zu krabbeln“, so die NABU-Amhibienexpertin. Hiervon profitierten auch Spitzmäuse, Käfer und andere Insekten.

 

Und was kann man sonst noch tun, um Amphibien zu schützen? Da steht die Mithilfe bei der Betreuung von Amphibienschutzzäunen entlang zahlreicher Straßen im Land an vorderster Stelle. Hachtel: „Jede helfende Hand ist hier willkommen.“ Einfach an die nächste NABU-Gruppe wenden oder unter www.amphibienschutz.de in der Liste der aufgeführten Schutzzäune den passenden Kontakt heraussuchen. Sehr viel zum Schutz dieser Tiergruppe beitragen kann man auch durch die Anlage eines Teiches, der keine Fische beinhalten sollte.

 

Im Mai sei der Spaß dann auch schon weitgehend wieder vorbei: Nach der Paarung verlassen die meisten Amphibien die Teiche sehr schnell wieder und wandern in ihre Sommerlebensräume an Land. Hier verteilen sie sich viel großflächiger in der Landschaft und sind nur noch schwer zu beobachten.

 

Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

Tel. 0211.15 92 51 - 14 | Fax -15 | E-Mail: B.Koenigs@NABU-NRW.de

 

Hier können Sie tagesaktuell die Wanderungen verfolgen...


22. Februar 2017

Wölfe wandern wieder durch NRW

Erster Wolfsnachweis in diesem Jahr im Kreis Minden-Lübbecke

Düsseldorf – Wie durch das Umweltministerium heute bekannt gegeben wurde, gibt es den ersten Wolfsnachweis in NRW in diesem Jahr. Nördlich von Bad Oeynhausen im Kreis Minden-Lübbecke konnte am 20. Februar ein einzelner Wolf durch Fotoaufnahmen bestätigt werden. „Dass Wölfe gerade zu dieser Zeit nachgewiesen werden ist nicht verwunderlich“, erklärt Thomas Pusch, Sprecher des Landesfachausschuss Wolf des NABU NRW. Jetzt sei wieder Hauptwanderzeit der Jungwölfe.

 

Die Struktur und das komplexe Sozialgefüge innerhalb eines Rudels bedingen, dass ein- bis zweijährige Wölfe mit dem Eintritt in die Geschlechtsreife vom elterlichen Rudel abwandern und sich auf die Suche nach einem eigenen geeigneten Territorium beziehungsweise Partner begeben“, so Pusch weiter. Diese Wanderwölfe würden dabei durchaus lange Strecken zurücklegen. Durch das intensive Monitoring, das in Deutschland betrieben werde, sei bekannt, dass Wölfe durchaus Distanzen von bis zu 70 km pro Tag bewältigen. Pusch: „Woher nun das Individuum stammt, das für diesen aktuellen Wolfsnachweis gesorgt hat, ist - wie auch das Geschlecht des Tieres - bisher völlig unbekannt.“

 

Der NABU rechne aber in nächster Zeit mit weiteren Nachweisen von durchziehenden Wölfen in NRW. Deswegen begrüße der NABU ausdrücklich die am 3. Februar 2017 in Kraft getretene „Förderrichtlinie Wolf“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Tierhalter erhielten nun Entschädigungen und Fördergelder, um ihre Herden zu schützen. Wie die Förderrichtlinie sich in der Praxis bewähre, müsse sich allerdings noch zeigen, so der NABU-Wolfsexperte.

 

Um den Menschen die Sorgen vor dem Rückkehrer Wolf zu nehmen und sie besser auf die zukünftige Anwesenheit von Wölfen in NRW vorzubereiten, hat der NABU das landesweite Umwelt- und Bildungsprojekt zur „Rückkehr des Wolfes nach NRW“ ins Leben gerufen. „Der NABU will so dazu beitragen, die Akzeptanz für den Wolf in der Bevölkerung weiter zu stärken“, erklärt Katharina Stenglein, Leiterin des Bildungsprojektes zum Wolf beim NABU NRW. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung.

 

Mehr zu den aktuellen Infos rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen findet man hier: https://www.nrw-wolf.de/wolfserwartungsland-nrw/

Weitere Infos zum NABU NRW-Bildungsprojekt Wolf unter: https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wolfsprojekt/

 

Herausgeber: NABU Nordrhein-Westfalen, 40219 Düsseldorf

Redaktion: NABU-Pressestelle NRW, Birgit Königs (verantwortlich)

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21. Februar 2017

Mit der Auszeichnung des Wohnhauses der Familie Teutrine in Detmold verleiht der NABU NRW heute die 300. Plakette im Rahmen des Projekts „Fledermausfreundliches Haus“ in Nordrhein-Westfalen. Die Plakette überreichten Umweltminister Johannes Remmel, Bernd Milde, Vorsitzender des NABU Lippe und Stefan Wenzel, stellvertretender Landesvorsitzender des NABU NRW der Familie Teutrine mit der dazu gehörenden Urkunde. „Die Aktion ´Fledermausfreundliches Haus´ soll dazu beitragen, das Interesse der Öffentlichkeit auf die Gefährdung unserer heimischen Fledermausarten und die notwendigen Schutzmaßnahmen zu lenken. Jeder Einzelne kann wie Familie Teutrine mit wenig Aufwand etwas für den Artenschutz in NRW tun und durch die Erhaltung oder Neuschaffung von Quartieren zum Schutz unserer heimischen Fledermäuse beitragen“, sagte Minister Remmel bei der Verleihung.

In den Sommermonaten beobachtet Familie Teutrine immer wieder Fledermäuse, die die Bruchsteinwand ihres Wohnhauses anfliegen und unter dem Dach verschwinden. Auch auf der Jagd nach fliegenden Insekten am Bach und zwischen den Bäumen hinter dem Wohnhaus sieht die Familie die nachtaktiven Flugkünstler regelmäßig. Für Familie Teutrine war es bei der Renovierung des 170 Jahre alten Bruchsteinhauses daher selbstverständlich, die Fledermausquartiere am Haus zu erhalten.

Ausgezeichnet wird die Familie heute dafür, dass sie das Fledermausquartier schützt und beherbergt. „Leider haben nicht alle Fledermäuse so viel Glück wie die Fledermäuse der Familie Teutrine. Ich hoffe, dass weitere private Hausbesitzer diesem positiven Beispiel folgen“, so Bernd Milde, Vorsitzender des NABU Lippe. Gemeinsam mit der NABU-Fledermausbotschafterin Edda Affeldt wird der NABU Lippe das Quartier beobachten, sobald die Fledermäuse im Frühjahr wieder eingezogen sind, denn sie möchten herausfinden, welche Fledermausart mit wie vielen Tieren unter dem Dach der Teutrines leben.

Von den mehr als 20 Fledermausarten in Deutschland können über die Hälfte ihre Quartiere in unseren Häusern beziehen. „Bei Renovierungs- und Sanierungsarbeiten werden die nachtaktiven Untermieter wegen ihrer versteckten Lebensweise aber oftmals übersehen und finden so den Tod“, so Stefan Wenzel, stellvertretender NABU-Landesvorsitzender. Menschen, die Fledermäusen ein dauerhaftes Zuhause bieten oder auch neue Quartiere schaffen, möchte der NABU NRW deshalb für ihr besonderes Engagement zum Schutz der heimischen Fledermäuse ehren und mit der Plakette „Fledermausfreundliches Haus“ auszeichnen“.

Als neue Projektkoordinatorin beim NABU NRW freute sich Nadine Willius, dass das Projekt so gut angenommen werde und sich schon mehr als 300 private Hausbesitzer und öffentliche Institutionen auf die Plakette beworben haben. Wer Fledermäusen ein Quartier bietet, ist auch weiterhin aufgerufen, sich um die Auszeichnung zu bewerben.

Die Aktion wird gemeinsam vom NABU NRW und dem Umweltministerium des Lan-des Nordrhein-Westfalen getragen. Auch die Experten des verbandsübergreifenden Landesfachausschusses Fledermausschutz in Nordrhein-Westfalen unterstützen die Aktion tatkräftig und setzen sich schon seit vielen Jahren für die Fledermäuse in NRW ein.

Mehr zum Fledermausfreundlichen Haus in NRW, den Bewerbungsunterlagen und den bisherigen Auszeichnungen unter www.fledermaus-willkommen.de.

Für Rückfragen:
Nadine Willius, Projektkoordinatorin Fledermausfreundliches Haus, Tel. 0211- 15 92 51 50, E-Mail: fledermaus@NABU-NRW.de


20. Februar 2017

Schulen aufgepasst!

NABU NRW ruft wieder zu landesweitem Wettbewerb "Schmetterlingsfreundlicher Schulgarten" auf

Düsseldorf – Wie schon im vergangenen Jahr können sich auch 2017 wieder alle Schulen aus Nordrhein-Westfalen im Rahmen des NABU-Projektes „Zeit der Schmetterlinge“ um eine Plakette „Schmetterlingsfreundlicher Garten“ bewerben. Im letzten Jahr waren beim NABU NRW gut 30 Bewerbungen zur ersten landesweiten Schmetterlingszählaktion eingegangen. Neun Schulen aus den verschiedenen Landesteilen wurden bereits ausgezeichnet und erhielten jeweils ein kleines Präsent und die genannte Plakette.

 

„Dabei war nicht so wichtig, wie groß und ausgeprägt die Schmetterlingseignung des Schulgartens war. Es zählte die Bereitschaft, Kindern und Jugendlichen das Leben der Falter praktisch nahezubringen und Ideen für einen schmetterlingsfreundlichen Garten zu planen und umzusetzen“, erklärt Beate Schlichting, Leiterin des NABU-Schmetterlingsprojektes. Auch eine Schule ohne eigenen Schulgarten wurde ausgezeichnet: Die Kinder hatten Schmetterlinge herangezogen und anschließend in der Natur ausgewildert. So konnten sie von Anfang an beobachten, wie Schmetterlinge aufwachsen und lernten die Ernährung und den Lebensraum der Raupen und der erwachsenen Falter kennen.

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Wintervögel in diesem Jahr zugfaul

Düsseldorf/Berlin – Viele Menschen treibt in diesem Winter die Frage um: Wo sind die Vögel geblieben? Auffallend wenig Meisen, Finken und andere Vögel ließen sich in den vergangenen Monaten an Futterstellen sowie in Gärten und Parks blicken. Dass diese Beobachtung flächendeckend zutrifft, bestätigte jetzt Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion, die „Stunde der Wintervögel“. Allein in Nordrhein-Westfalen zählten 22.480 Vogelfreunde Anfang Januar eine Stunde lang über 445.000 Vögel in 615.573 Gärten und meldeten die Beobachtungen an den NABU – ein absoluter Rekordwert für das Bundesland.

„Die Sorge um ausbleibende Vögel hat viele Menschen beschäftigt. Und in der Tat: So wenige Vögel wie in diesem Winter hatten wir schon lange nicht mehr“, sagte Heinz Kowalski, stellvertretender Landesvorsitzender und NABU-Vogelexperte. Insgesamt beobachteten die Teilnehmer durchschnittlich 17 Prozent weniger Tiere als in den Jahren zuvor. Vor allem bei den häufigen Wintervögeln und Futterhausbesuchern, darunter alle Meisenarten, aber auch Kleiber und Kernbeißer, wurden die bisher niedrigsten Zahlen seit Beginn der Aktion im Jahr 2011 verzeichnet. Pro Garten ließen sich im bundesweiten Schnitt nur rund 34 Vögel und acht verschiedene Arten sehen – sonst liegt der Schnitt bei rund 41 aus neun Arten.

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13. Januar 2017

NABU: Viele Menschen, wenig Vögel

Zwischenergebnisse zur Stunde der Wintervögel aus NRW

Düsseldorf /Berlin– Die siebte bundesweite „Stunde der Wintervögel“ steuert auf einen neuen Teilnahmerekord zu: Bis zum heutigen Mittwoch sind allein in Nordrhein-Westfalen bereits Meldungen von mehr als 19.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunden aus knapp 13.000 Gärten beim NABU eingegangen. Noch bis zum 16. Januar können Zählergebnisse nachgemeldet werden, und auch die Eingabe der postalisch eingegangenen Meldungen steht noch aus.

Weniger erfreulich sind die Zählergebnisse. Wie schon im Vorfeld befürchtet, fehlt ein Teil der sonst in den Gärten zu beobachtenden Wintervögel: Statt der knapp 42 Vogelindividuen pro Garten im langjährigen Mittel wurden in diesem Jahr nur 34 Vögel pro Garten gemeldet – ein Rückgang von knapp 20 Prozent. „Damit bestätigen sich durch die systematische Bestandserfassung im Rahmen der Aktion die zahlreichen Meldungen von besorgten Bürgern, die in den vergangenen Monaten von gähnender Leere an den Futterhäuschen berichteten“, sagt Heinz Kowalski, stellvertretender Vorsitzender und Ornithologe des NABU NRW.

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28. Dezember 2016

NABU: Bayer-Chef Werner Baumann erhält "Dinosaurier des Jahres 2016"

Tschimpke: Geschäftsmodell Bayer-Monsanto steht für Verlust von biologischer Vielfalt

Berlin – Deutschlands peinlichster Umweltpreis, der „Dinosaurier des Jahres 2016“ geht in diesem Jahr an den Vorstandsvorsitzenden der Bayer AG, Werner Baumann. Die von Bayer-Chef Baumann eingefädelte und 66 Milliarden Dollar teure Rekordübernahme des US-Saatgutriesen Monsanto steht im Gegensatz zu den Forderungen von Umweltschützern und Verbrauchern auf der ganzen Welt, die sich eine umweltverträglichere, gift- und gentechnikfreie Landwirtschaft wünschen.

„Das Geschäftsmodell Bayer-Monsanto profitiert von einer industriellen Landwirtschaft, die auf anachronistischen Förderstrukturen fußt und durch öffentliche Gelder künstlich aufrecht erhalten wird. Dabei trägt es dazu bei, diese Systeme mit ihren schädlichen Folgen für Mensch und Natur weiter zu manifestieren. Zudem ist davon auszugehen, dass die Abhängigkeit von Bäuerinnen und Bauern weltweit durch die führende Marktmacht von Bayer-Monsanto in den Bereichen Saatgut und Pestiziden weiter zunehmen wird. Die Saatgutvielfalt dürfte dagegen weltweit schrumpfen“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Diese Strategie des ‚alles aus einer Hand‘ mit auf einander abgestimmten Saatgut und Pestiziden treibe aber nicht nur die Bäuerinnen und Bauern zunehmend in die Abhängigkeit, sondern forciere eine Intensiv-Landwirtschaft, die als einer der Hauptverursacher des globalen Verlustes von Biodiversität gilt. „Der massive Einsatz von Pestiziden führt weltweit zu einem Rückgang von Insekten, darunter auch nützliche Bestäuber wie Wildbienen oder Schmetterlinge, entzieht Vögeln der Agrarlandschaft die Lebensgrundlage und vergiftet aquatisch gebundene Lebewesen“, so Tschimpke. Damit würden mit der Fusion auch die von den Vereinten Nationen beschlossenen Nachhaltigkeitsziele torpediert, die einen Bezug zur Biodiversität aufweisen.

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15. Dezember 2016

Auffallend wenige Singvögel in Gärten und Parks

NABU NRW: Zahlreiche besorgte Nachfragen aus allen Landesteilen | Vogelbeobachtungen bei der „Stunde der Wintervögel“ vom 6.- 8. Januar 2017 melden

In den letzten Wochen häufen sich die Anrufe besorgter Bürger und Vogelschützer, die beim NABU NRW nachfragen, warum in ihrem Garten und am Futterhaus derzeit so wenige oder gar keine Vögel erscheinen. „Wahrscheinlich spielen mehrere Faktoren dabei eine Rolle“, sagt Heinz Kowalski, Ornithologe des NABU. Falsches Futter könne man aber eher ausschließen, denn die Vielzahl der Anrufe aus allen Landesteilen Nordrhein-Westfalens zeigten deutlich, dass es sich nicht um ein lokales Problem handelt. Ebenso käme die derzeit auftretende Vogelgrippe nicht als Ursache in Frage. Von ihr seien nur wenige Wildvögel wie Enten, Greifvögel oder Eulen betroffen. Vielmehr sehen die Vogelkundler des NABU zwei Hauptursachen für den auffälligen Rückgang der heimischen Singvögel.

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19. September 2016

Der NABU Lippe sagt DANKE!

Plakettenenthüllung am Wasserhäuschen in Lothe

Der NABU Lippe ist nun Eigentümer der 2,44 ha großen Natuererlebniswelt am alten Wasserhäuschen in Lothe. Seit 2003 kümmert sich die NABU-Gruppe aus Schieder-Schwalenberg um das Gelände, nun konnte mit Unterstützung der Adolf-Deppe-Stiftung und der NABU Naturerbe Stiftung das Gelände von der Stadt gekauft werden.

 

Auch die LZ berichtete...


18. September 2016

Bundesverdienstkreuz für Hans-Dieter Wiesemann

NABU Lippe gratuliert dem langjährigen NABU-Mitglied und Stütze des Vereins

(C)NABU/T. Pusch
(C)NABU/T. Pusch

Auch in der Stunde seines größten Erfolges, der Anerkennung jahrzehntelangem Einsatzes für die Natur und seiner Bewohner, bleibt sich der Jubilar treu: “Natürlich bin ich stolz für mein Engagement mit dieser hohen Auszeichnung vom Bundespräsidenten gewürdigt zu werden. Die Anerkennung ist aber nicht für mich sondern für die Sache, die mir so am Herzen liegt“. Ein Naturschützer ohne Starallüren.

 

Der Naturschutz in Lippe ist untrennbar mit dem Namen Hans Dieter Wiesemann verknüpft. Landrat Dr. Axel Lehmann bringt es bei der Ordensverleihung auf den Punkt: "Ü­ber Jahr­zehnte ha­ben Sie sich für Er­hal­tung der wert­vol­len Kul­tur­land­schaft im Kreis Lippe ein­ge­setzt. Ihr En­ga­ge­ment für Lippe ist vor­bild­lich"

 

„Eine solch hohe Auszeichnung für den ehrenamtlichen Natur- und Umweltschutz ist äußerst selten“, weiß auch Bernd Milde, Vorsitzendender des NABU Kreis Lippe zu berichten, „und daher umso wichtiger.“ In den eigenen Reihen stets ein vorbildlicher Teamplayer, war er für seine Widersacher stets der „Sand im Getriebe“, wie es Bernd Milde in seiner Festrede zur Ordensverleihung beschreibt.

Da stimmt ihm der Jubilar zu:“ Ich wäre ohne ein so großartiges Team nie so weit gekommen!“ Zu diesem Team gehört auch seine Familie, die ihm immer den Rücken frei gehalten hat und sein Engagement erst möglich machte. „Ohne die Unterstützung meiner Frau wären die vielen Stunden für die Natur nicht möglich gewesen“.

Woher holt man sich über diesen langen Zeitraum die nötige Motivation, gerade wenn es immer wieder Rückschläge zu verzeichnen gibt?

Hans Dieter Wiesemann lächelt. Sein Antrieb geht auf ein Schlüsselerlebnis aus den 1980er Jahren zurück.

„In der Nähe meines elterlichen Hauses, wo ich aufgewachsen bin, gab es einen Teich. Dort habe ich als Kind schon die vielen Frösche und Libellen beobachtet und die Natur schätzen gelernt. In den 1980 Jahren, nach einem Sturm, waren viele Fichten umgestürzt. Von Seiten der Politik wurde entschieden, das Gelände in eine Parkanlage zu verwandeln und der Teich sollte zu zwei Dritteln zugeschüttet werden. Die Arbeiten wurden im Winter durchgeführt, in einer Zeit, wo die Amphibien besondere Ruhe brauchen und Störungen fatale Folgen haben. Es war das Ende für die meisten Tiere. Ich habe erkannt, dass in unseren Parlamenten und politischen Gremien täglich solche Entscheidungen getroffen werden und die Natur und ihre Bewohner keine Stimme haben. Da habe ich für mich beschlossen, diese Stimme zu werden. Seit dem habe ich immer meine Stimme für die Natur erhoben und so den Tieren Gehör verschafft.“

 

Dem NABU ist Hans-Dieter Wiesemann seit 1983 verbunden und unter ihm wurde die NABU Gruppe in Detmold gegründet und von ihm bis 2012 geleitet. Viel Zeit und Arbeit hat er in die Entwicklung, Betreuung und fachliche Beratung des örtlichen Biotopverbundsystems im Stadtgebiet von Detmold investiert. In den Jahren von 1990 bis 2014 gehörte er dem Vorstand des NABU Kreis Lippe an. Er war seit 1985 Mitglied im Beirat der unteren Landschaftsbehörde des Kreises Lippe und gehörte auch dem Landschaftsbeirat bei der Bezirksregierung in Detmold als höhere Landschaftsbehörde in den Jahren 1994-2006 an. Als wäre neben seinem Beruf und der Familie nicht schon genug geleistet, engagierte sich Hans Dieter Wiesemann in den Anfängen der 1990 Jahre auch noch für den BUND in Detmold, deren Vorsitz er zeitweise inne hatte.

(C)NABU/T. Pusch
(C)NABU/T. Pusch

1998 kam dann die Idee für ein umfangreiches Projekt: er entwickelte ein Konzept um aus dem leerstehenden Rolfschen Hof in Berlebeck eine Umweltbildungsstätte zu gestalten. Die „Staff-Stiftung“ in Lemgo konnte er für diese Idee gewinnen und so wurde der Hof nebst 15 Hektar Liegenschaften von der Stiftung erworben. Der NABU Kreis Lippe konnte sodann für die „Staff-Stiftung“ mit dem Umbau und der Gestaltung der neuen Umweltbildungsstätte beginnen. Weitere Geldgeber wurden von dem unermüdlich arbeitenden Hans Dieter Wiesemann gewonnen und dank dieser Finanzmittel konnte im Jahr 2005 der Rolfsche Hof eröffnet werden. Heute ist die Einrichtung über die Grenzen von Lippe bekannt. Jährlich nehmen hier rund 4000 Personen an knapp 200 Veranstaltungen teil.

 

Haben wir noch etwas vergessen? Ja, denn Hans Dieter Wiesemann wäre nicht Hans Dieter Wiesemann, wenn er sich nicht noch als langjähriges Mitglied im Naturwissenschaftlichen und Historischen (NHV) für das Land Lippe, im Förderverein Nationalpark Senne und im Naturwissenschaftlichen Verein für Bielefeld und Umgebung tatkräftig eingesetzt hätte.

 

Einen Großteil seines Lebens hat sich Hans Dieter Wiesemann für den Erhalt unserer lippischen Natur eingesetzt. Er ist zu dem geworden, was er sich gewünscht hat: Eine laute Stimme für alle Tiere und Pflanzen. Und wenn wir demnächst wieder draußen sind um still die Wunder der Natur zu genießen, dann können wir sie sehen, hören und fühlen, denn es gibt sie noch, diese einzigartige Vielfalt. Dank Menschen wie Hans Dieter Wiesemann.