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Pressemitteilung der Bezirkskonferenz für Naturschutz in OWL und des NABU Lippe zur geplanten Erdverkabelung der "SuedLink" vom 15.10.2015

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PM Suedlink-Kabel 2015-10-15.pdf
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22. Juni 2015

Pressemitteilung der Naturschutzverbände zur SUEDLink-Trasse von TenneT

TenneT missachtet systematisch den Naturschutz in OWL /  Schutzgebiete werden einfach ignoriert / Suedlink-Antrag komplett unvollständig

Die Bezirkskonferenz Naturschutz im Regierungsbezirk Detmold fordert vom Netzbetreiber TenneT dringend eine Überarbeitung ihrer Antragsunterlagen für die Suedlink-Stromtrasse durch OWL. In der jetzigen Form lehnen die Naturschutzverbände den für die Bundesfachplanung vorgeschlagenen Trassenkorridor komplett ab, sagt Sprecher Karsten Otte: „Dieser Antrag missachtet systematisch den Naturschutz in unserer Region. Viele Schutzgebiete werden in ihrer Bedeutung für gefährdete Vogelarten vollkommen außer Acht gelassen. Wir können da nur von einer bewussten Ausblendung der biologischen Vielfalt ausgehen.“

 

Die Naturschutzverbände sind entsetzt darüber, dass zum Beispiel für Vögel wichtige Brut- und Rastgebiete sowie bedeutende Vogelzugbahnen in den Plänen von TenneT keine Rolle spielen. Zwar werden Teile der Weseraue und der Rietberger Emsniederung als schützenswerte Gebiete erwähnt. Aber viele andere Gebiete mit Vorkommen seltener und gefährdeter Arten wie Bekassine, Großer Brachvogel oder Kranich werden in ihrer herausragenden Bedeutung für den Schutz der Avifauna nicht erkannt: das Steinhorster Becken, das Große Torfmoor, das Oppenweher Moor, um nur einige zu nennen.

 

Es fehlen Angaben zu bedeutsamen Brut- und Rastgebieten / Beispiel Rotmilan

 

In einem detaillierten Schreiben an TenneT kritisiert die Bezirkskonferenz, dass dieses Vorgehen ohne jedwede Methodik ist. Karsten Otte: „Es werden willkürlich ein paar für den Schutz von Brut- und Rastgebieten bedeutsame Gebiete genannt. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier etwas vorgetäuscht werden soll. Dabei sind die Darstellungen für OWL aus Sicht des Naturschutzes grob fehlerhaft und komplett unvollständig. Im benachbarten Bundesland Niedersachsen wurden avifaunistisch bedeutsame Schutzgebiete und Vogelzugbahnen bei der Auswahl und Bewertung des Trassenkorridors vollständig berücksichtigt.“

 

So fehlen in den Unterlagen von TenneT vollkommen die für die Kreise Lippe und Höxter bedeutsamen Brutgebiete. Dabei sind beide Kreise als Brutgebiete mehrerer bedrohter Vögel landesweit und sogar bundesweit von besonderer Bedeutung. Denn beispielsweise leben hier etwa 30 Prozent aller Rotmilane in NRW. „An kaum einem anderen Ort in der Welt ist das der Fall“, sagt Karsten Otte. „Der Rotmilan wird in der Roten Liste NRW als gefährdet eingestuft. Wenn die Suedlink-Trasse als gewaltige Freileitung so kommt, befürchten wir die Zerschneidung und Verkleinerung der Lebensräume des Rotmilans sowie Verluste durch Stromschlag oder Leitungsanflüge.“

 

Ähnlich bedrohlich sieht das für Schwarzmilane, Uhus, Störche und Graureiher in den Kreisen Lippe und Höxter aus. Um das Problem deutlich zu machen, haben die Naturschutzverbände TenneT deshalb auch einige detaillierte Angaben und Grafiken über Verbreitungsgebiete der Vögel zur Verfügung gestellt. „All das hätte das Unternehmen aber auch selbst erfahren können“, kritisiert Karsten Otte. „Nur wurde dazu nicht umfassend recherchiert. Es gab keine Nachfragen für den ganzen Planungsraum bei Biologischen Stationen, unteren Landschaftsbehörden sowie der oberen Landschaftsbehörde oder den Naturschutzverbänden. Auch in den Brutvogelatlas NRW hat wohl keiner reingeschaut. Da steht alles drin.“

 

Erdverkabelung muss endlich ernsthaft geprüft werden

 

Der beantragte Trassenkorridor für die SuedLink-Trasse wird deshalb von der Bezirks-konferenz Naturschutz abgelehnt. Er muss komplett neu bewertet werden, erst dann sind neue Trassenvorschläge möglich!

 

Die Bezirkskonferenz kritisiert außerdem, dass auch die Schutzabstände zu Wohn- und Siedlungsbereichen in den Bundesländern anscheinend unterschiedlich betrachtet werden. Das wird ebenso kategorisch abgelehnt. Immerhin geht es hier um starke Magnetfelder der Gleichstromtrasse.


Außerdem fordern die Naturschutzverbände, dass endlich eine ernsthafte Prüfung der Alternative Erdverkabelung stattfindet.

Downloadmöglichkeit der Stellungnahme inkl. Anlagen

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Stellungnahme
Schreiben an TenneT SuedLink vom 22-05-2
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30. September 2013

Der Lippische Wald aus Sicht des Naturschutzes

In vielen Veröffentlichungen und Presseerklärungen rühmt sich der Landesverband Lippe (LVL), dass er seiner Verantwortung für die Natur vorbildlich gerecht werde. Bei einer genaueren Betrachtung erkennt man jedoch mehr Schein als Sein.

 

Naturwaldzellen

Zum 90. Geburtstag von Forstdirektor Wilfried Stölting wird vom Leiter der Forstabteilung des LVL FD Hans-Ulrich Braun hervorgehoben, Herr Stölting habe die Ausweisung von Naturwaldzellen in den Landesverbandsforsten vorangetrieben. Es sollte mit der Veröffentlichung in der Zeitschrift Heimatland Lippe 106 Jg., Nr.1, S.22, somit der Eindruck erweckt werden, der LVL habe Naturwaldzellen und leiste damit einen Beitrag zum Naturschutz.

 

Schön, wenn es so wäre, leider ist das Gegenteil der Fall:
- Im Wald des LVL ist keine einzige Naturwaldzelle ausgewiesen.

- Die 1995 beim LVL eingerichtete Naturwaldzelle Bärental in Kohlstädt (16 ha) musste vom Land NRW wieder aufgehoben werden, weil der LVL nach Aussage von zuständigen Landesbetrieb Wald und Holz eine nicht abgestimmte Durchforstung durchgeführt hat. Die Naturwaldzelle war zwar trotz Aufforderung durch die LÖBF (heute LANUV) von der Forstbehörde noch nicht rechtsverbindlich ausgewiesen worden. Der LVL muss sich aber der Frage stellen, warum er eine Einrichtung mit dauerhafter Kennzeichnung von Beobachtungsbäumen zugestimmt hat, dann aber solche Bäume geerntet hat.
- Ein weiteres Beispiel ist im Naturschutzgroßprojekt Senne zu beobachten, denn hier soll im Bereich Ehberg bei Augustdorf auf etwa 55 ha das Ziel „natürlich sich entwickelnder Wald ohne Nutzungseinfluss“, erreicht werden. Eine freiwillige Nutzungsaufgabe ist in dem Bereich nicht sichtbar, d.h. Umsetzung durch den LVL: bisher Fehlanzeige.

 

Alt- und Totholz

Im Jahr 2004 hat der LVL am Förderprogramm „Erhalt von Altholzanteilen“ teilgenommen. Im Bereich des Naturschutzgebietes „Oesterholzer Bruch“ in Schlangen wurden dem LVL 114 Bäume vom Land NRW entschädigt, d.h. nach damaligem Marktwert abgekauft, damit sie als Biotopbäume stehen bleiben und alt werden können. Sie dürfen nicht mehr gefällt und genutzt werden. Nur entlang von Wegen dürfen sie aus Verkehrssicherungsgründen gefällt werden, müssen aber als liegendes Totholz im Wald verbleiben. Leider wurde festgestellt, dass heute nicht mehr alle Bäume vorhanden sind. Von den 114 markierten Bäumen fehlen heute 9.
Der NABU Lippe fragt sich, wo die Bäume geblieben sind? Wurden die heute fehlenden Bäume aus dem Bestand entnommen und verkauft? Neben einem Verstoß gegen die Förderbedingungen ist der eigentliche Schaden aber der Verlust der für den Naturschutz wertvollen Biotopbäume. Steuergelder sind umsonst ausgegeben worden. Aufgrund des Vorfalls droht dem LVL die Rückzahlung mit Zinsen der zu Unrecht vom Land NRW erhaltenen Förderung oder die zur Verfügungstellung von Ersatzbäumen. Das Land NRW sollte sich fragen, ob aufgrund dieses Vorfalls, der LVL überhaupt bei zukünftigen Förderprogrammen berücksichtigt werden kann.

 

Waldumbau von Fichtenforsten

Im Gegensatz zum Landesbetrieb Wald und Holz, der die Umwandlung von Fichtenwälder in Laub- und Mischwälder umfangreich vorantreibt, setzt der LVL weiterhin auf einen hohen Nadelholzanteil in seinen Forsten. Lichtungen, die durch Sturmschäden und Borkenkäferbefall entstanden sind, werden nun vorranging mit Douglasie aufgeforstet.
Nach Ansicht des NABU Lippe findet beim LVL im viel zu geringen Umfang eine Umwandlung von Nadelwäldern zu strukturreichen Laubmischwäldern statt, obwohl dies auch als Risikovorsorge im Klimawandel angebracht ist.

 

Gemeinwohl

Öffentliche Waldbesitzer sind dem Gemeinwohl verpflichtet, der LVL muss neben der ökonomischen Dimension auch die sozialen und ökologischen Belange ausreichend berücksichtigen. Die Bevölkerung beklagt in vielen Bereichen der LVL-Wälder, dass die Erholungsmöglichkeiten und der Naturschutz unter der intensiven Forstwirtschaft stark beeinträchtigt sind. Dies wurde z.B. sichtbar im NSG Donoper Teich und Hiddeser Bent, wo im Winter 2011/2012 ein großer Teil von Habitat- und Totholzbäumen gefällt und als Brennholz vermarktet wurden. Begründet wurde die Fällung mit der Verkehrssicherungspflicht, die aus Sicht des Naturschutzes aber sehr exzessiv ausgelegt wurde. Aufgrund des Wegegebotes hätten viele Bäume abseits der gekennzeichneten Wege stehen bleiben können und entlang von Wegen hätten die Bäume als liegendes Totholz auch einen ökologischen Wert gehabt. Dieser übertriebene Eingriff hat zu großer Verärgerung der dort erholungssuchenden Bürger geführt und Naturfreunde empört.

 

Naturnahe Waldbewirtschaftung und Prozessschutz

Ziel des Natur- und Artenschutzes ist sowohl die Integration (z.B. Erhalt von einzelnen Biotopbäume) als auch die Segregation von Naturschutz (z.B. Prozessschutzflächen ohne forstliche Nutzung) im Wald. Der LVL hat aufgrund der genannten Beispiele nur unzureichend die Integration betrieben. Der LVL wird aufgefordert, mehr Biotopbäume und Totholz im Wald auch ohne Förderung durch das Land zu belassen. Auf 90 % seiner Waldfläche ist er aufgefordert, eine kosteneffiziente und störungsarme naturnahe Waldbewirtschaftung zu betreiben, die sich an den natürlichen Waldgesellschaften orientiert. Im Sinne der Biodiversitätsstrategie ist er als öffentlicher Waldbesitzer aufgefordert, 10 % seiner Waldfläche aus der forstlichen Nutzung zu nehmen, um seinen Beitrag zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt zu leisten.

 

Fazit

Der NABU Bundesverband hat acht Thesen zur Forstwirtschaft im Kommunalwald formuliert. Diesen Anforderungen wird der LVL nur in Teilen gerecht. Der LVL hat als öffentlicher Waldbesitzer eine besondere Verantwortung für den Naturschutz, vor allem mit seinem Waldflächen, die im Teutoburger Wald, einem Hotspot der Biodiversität in Deutschland, liegen. Die hier noch vorhandene Artenvielfalt ist bedroht, wenn der LVL seine Forstwirtschaft nicht stärker an die Bedürfnisse des Naturschutzes anpasst. Sich damit zu begnügen, dass bedrohte Arten hier noch vorkommen, reicht nicht aus und ist auch kein Beleg für einen vermeintlich vorbildlichen Naturschutz.


Juni 2012

Stellungnahme des NABU Lippe zum geplanten Nationalpark Teutoburger Wald/Eggegebirge

Geplanter Nationalpark Teutoburger Wald / Eggegebirge
Verantwortung – Bedeutung – Chancen
Der NABU Kreisverband Lippe e.V. mit seinen über 3.000 Mitgliedern befürwortet und unterstützt uneingeschränkt die geplante Einrichtung eines Nationalparks im Teutoburger Wald / Eggegebirge. Der Buchenwald-Nationalpark in Ostwestfalen-Lippe ist ein unverzichtbarer Beitrag für den langfristigen Schutz unseres nationalen Naturerbes.


Internationale und nationale Verantwortung
Die Bundesrepublik Deutschland hat die UN-Artenschutzkonvention von 1992 ratifiziert und bekennt sich zum Ziel, den Artenverlust weltweit bis zum Jahr 2020 zu beenden. Die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ wurde von der Bundesregierung am 7. November 2007 beschlossen, die u.a. vorsieht, dass bis zum Jahr 2020 5% der Waldfläche in Deutschland einer natürlichen Entwicklung überlassen werden.
Gleichzeitig wurde die herausragende Bedeutung der Buchenwälder, in denen die Rotbuche (Fagus sylvatica) die dominierende Baumart ist, als Teil unseres nationalen Naturerbes erkannt. Das weltweite Verbreitungsgebiet der Rotbuchenwälder beschränkt sich im Wesentlichen auf Mitteleuropa. Von Natur aus bilden Rotbuchenwälder in Deutschland die typischen Laubwald-Ökosysteme. Ohne die Tätigkeiten des Menschen wäre Deutschland von Natur aus weitgehend bewaldet und über zwei Drittel der Landesfläche würden natürlicherweise Buchenwälder einnehmen. Aktuell sind jedoch nur knapp 32% bewaldet und der Flächenan-teil der Buchenwälder an der Landesfläche beträgt nur noch 4,5%. Nach Schätzungen des Bundesamtes für Naturschutz liegt der Anteil streng geschützter (nutzungsfreier) Buchenbe-stände bei lediglich 50.000 ha (= 0,5 % der deutschen Waldfläche). Deutschland liegt im Zentrum des Verbreitungsgebietes der Rotbuche und trägt deshalb eine herausragende internationale Verantwortung für die Erhaltung und Schutz der Rotbuchenwälder.

 

Bester Schutz für unseren Naturschatz notwendig
Der südliche Teutoburger Wald mit dem nördlichen Eggegebirge erfüllt eindeutig die naturschutzfachlichen Kriterien eines Nationalparks. Die Nationalparkwürdigkeit ist durch Fachgutachten belegt und unstrittig. In Nordrhein-Westfalen, ja in ganz Nordwestdeutschland gibt es keine weitere Region, die diese Kriterien erfüllen kann. Die Menschen in Ostwestfalen-Lippe können zu Recht stolz sein auf die besondere Qualität und Schutzwürdigkeit der vorhandenen Natur, speziell der Buchenwälder. Die Nationalparkwürdigkeit ist aus Sicht des Naturschutzes das Alleinstellungsmerkmal unserer Region. Allerdings erwächst aus dieser besonderen Situation auch eine Verantwortung für das nationale Naturerbe, der sich die Region nicht entziehen kann. Um das Ziel der nationalen Strategie bis 2020 zu erfüllen, sind in Deutschland weitere Nationalparke notwendig. Nur wenige Gebiete, wie der Teutoburger Wald sind dafür geeignet.
In Ostwestfalen-Lippe gibt es derzeit 1.456 km² Wald. Hiervon würden etwa 4,7 % durch den geplanten Nationalpark, der nur Waldflächen im Besitz der öffentlichen Hand betrifft, aus der Nutzung genommen (Gebietsvorschlag Stand Mai 2012 mit etwa 68 km² öffentlicher Wald-fläche). Auch ohne die Flächen eines privaten Großwaldbesitzers ist die Einrichtung eines Nationalparks hier in unserer Region möglich.

 

Chancen des geplanten Buchenwald-Nationalparks in Ostwestfalen-Lippe
Durch die Ausweisung eines Nationalparks eröffnen sich vielfältige Chancen für den dauerhaften Erhalt der charakteristischen Lebensgemeinschaft der Buchenwälder, für die Menschen in Lippe und für Region Ostwestfalen-Lippe insgesamt.
In einem Nationalpark können die Bäume bis zu ihrem natürlichen biologischen Ende leben. In Wirtschaftswäldern, auch in naturnah bewirtschafteten Wäldern, müssen die Bäume geerntet werden, um einen Ertrag zu erwirtschaften. Bei der Buche ist die Hiebsreife mit etwa 120 bis 140 Jahren erreicht. Die Buche kann in dieser Region 350 bis über 450 Jahre alt werden, bevor sie ihre Altersgrenze erreicht. Diese lange Altersphase und die anschließenden Zerfalls- und Abbauphasen fehlen in unseren Wirtschaftswäldern komplett. Auch eine naturnahe Waldbewirtschaftung kann diese Prozesse auf großen Flächen nicht ermöglichen.

Der vom Menschen ungestörte Entwicklungsprozess eines Buchenwald-Ökosystems mit seiner charakteristischen Artenzusammensetzung, der nur von natürlichen Prozessen beeinflusst wird, ist das entscheidende naturschutzfachliche Ziel eines Nationalparks. Langfristig ist ein solcher Prozessschutz auf über 75 % der geplanten Nationalparkfläche möglich und damit die Erfüllung eines internationalen Qualitätskriteriums gem. IUCN-Anforderungen (IUCN = International Union for Conservation of Nature). In dem zukünftigen Buchennationalpark werden sich langfristig alle Lebensphasen eines Waldökosystems mit den charakteristischen Lebensgemeinschaften (Biozönosen) entwickeln können.

 

Von einem zukünftigen Nationalpark Teutoburger Wald / Eggegebirge werden wichtige und vielfältige Impulse für die Regionalentwicklung und den naturbezogenen Tourismus in Ostwestfalen-Lippe, speziell im Kreis Lippe, ausgehen. Diese vorsichtige Einschätzung belegen sowohl die vorgelegten Gutachten des renommierten, international tätigen Gutachters (Roland Berger, Strategy Consultants) als auch die Ergebnisse der von der Hochschule Ost-westfalen-Lippe am 25. April 2012 in Detmold ausgerichteten Fachtagung „Nationalpark OWL – Verantwortung für das Naturerbe“.

 

Der NABU Kreisverband Lippe sieht realistische Chancen, die noch offenen Fragen im Rahmen des moderierten Gesprächsprozesses am Runden Tisch zu klären und gute Lösungen zu finden. In den vom Kreis Lippe eingerichteten Arbeitskreisen findet die notwendige Bürgerbeteiligung statt. Deshalb beteiligt sich der NABU auch weiterhin an dieser Sachdiskussion. Die Nationalparkgegner werden aufgefordert, sich in die Fachdiskussion in den Arbeitskreisen einzubringen, statt eine Dialogverweigerung zu betreiben und mit Desinformationen die Bevölkerung zu spalten. Pro und contra müssen einem Faktencheck unterzogen werden und der Bevölkerung vermittelt werden.
Nur noch wenige Regionen in Deutschland können sich um die Auszeichnung Nationalpark bewerben. Lippe sollte sich diese einmalige Chance nicht entgehen lassen.

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Stellungnahme des NABU Lippe e. V. zum geplanten Nationalpark Teutoburger Wald/Eggegebirge
Hier können Sie sich die Stellungnahme im pdf-Format herunterladen.
Stellungnahme NP25062012.pdf
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