Foto des Monats

c: H. Krüger

 

Sumpfschrecke

 

Die Weibchen der Sumpfschrecke (Stethophyma grossum) sind manchmal purpurrot gescheckt und werden bis zu 4 cm groß. Das Foto entstand Ende August 2020 im NSG Oetternbachtal im Bereich Balbrede in Detmold. Dort kommt aktuell eine große Population mit weit über hundert Tieren vor. Sumpfschrecken leben nur in Feuchtgebieten, speziell in Nass- und Feuchtwiesen. Sie reagieren sehr empfindlich auf die Entwässerung ihres Lebensraumes. Auf der Roten Liste von NRW ist die Art als gefährdet eingestuft, im Naturraum Weserbergland sogar als vom Aussterben bedroht.

Sumpfschrecken zirpen nicht wie andere Heuschrecken. Sie erzeugen knipsende Laute, die bis zu 10 m weit zu hören sind. Hierzu heben sie einen (manchmal auch beide) Hinterschenkel an und schleudern die Schiene ruckartig nach hinten. Dabei streichen die auf der Hinterschiene sitzenden Dornen über den Flügel.

 

Informationen zur Sumpfschrecke, eine Verbreitungskarte und Audiodateien zu den Knipslauten bietet die Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Orthopterologie (DgfO),
Link: http://dgfo-articulata.de/heuschrecken/arten/stethophyma_grossum

 

Weitere Informationen über die heimischen Heuschrecken finden sich auf der NABU Seite

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/heuschrecken/01466.html