Handys für Hummel, Biene und Co

Mit Handy-Recycling Ressourcen schonen und NABU-Insektenprojekte fördern

 

 

 

Seit Anfang 2011 ist die Telefónica Deutschland Partner der NABU-Aktion „Alte Handys für Hummel, Biene & Co“. Ziel ist es, die Bevölkerung für das Handy-Recycling zu sensibilisieren und so die Recyclingquote ausgedienter Handys zu erhöhen. Die Erlöse des Handy-Recyclings fließen seit April 2019 in den NABU Insektenschutzfonds. In 2019 und 2020 waren das insgesamt 112.500 €.

 

Ausgediente Handys in den Hausmüll zu werfen, schadet der Umwelt und ist deshalb gesetzlich verboten. Zu viele seltene Rohstoffe gehen dabei verloren und unnötig viele Ressourcen werden weiter abgebaut - in den jeweiligen Ländern mit schwerwiegenden Folgen für die Menschen und die Natur in den Abbaugebieten.
Im Vordergrund steht für den NABU daher die Wiederaufbereitung und - falls erforderlich - Reparatur von Mobilgeräten, um die Nutzungsdauer eines Handys zu erhöhen.
Gesammelt werden alle Arten von Handys, Smartphones oder Tablets – gerne mitsamt Zubehör (Netzteil, Ladekabel, Akku, Headset). Dabei ist der Zustand der Geräte egal: sowohl funktionstüchtige als auch defekte Geräte können abgegeben werden.
Die über den NABU gesammelten Althandys gehen zum Recyclingpartner AfB gemeinnützige GmbH. In einem ersten Schritt sortiert AfB die Altgeräte in wiederverwendbare und nicht mehr funktionsfähige Geräte.

 

1. Wiederaufbereitung:

 

Je nach Zustand der Geräte bereitet AfB die Handys wieder auf. Anschließend verkauft AfB sie ausschließlich in Europa über AfB Shops und im Online-Shop (www.afbshop.de) an Kunden, die ein gebrauchtes Handy suchen. Die eingesammelten Altgeräte werden vor Weiterverwertung einer professionellen und zertifizierten Datenlöschung unterzogen.
Hinweis: Bitte löschen Sie dennoch zu Ihrem eigenen Schutz alle gespeicherten persönlichen Daten auf Ihrem Altgerät, bevor Sie es abgeben. Zudem entfernen Sie bitte SIM- und Speicherkarten.

 

2. Recycling:

 

Sind die Althandys nicht mehr funktionsfähig, lassen sie sich nicht vermarkten oder deren Daten nicht löschen, werden sie durch einen Schredder mechanisch zerstört. Nach der zertifizierten Datenvernichtung übergibt AfB die Althandys an Umicore, eine ISO 9001, 14001 und OHSAS 18001 zertifizierte Metallhütte für das Schmelzen von Elektroschrott. So werden Schadstoffe fachgerecht und ökologisch einwandfrei entsorgt. Wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber, Palladium und Kupfer fließen wieder in die Produktion von neuen Produkten ein.
Der NABU begrüßt es, wenn verstärkt auch Unternehmen sich im Rahmen der Handy-Recycling-Kampagne für den Umweltschutz engagieren. Ohne großen Aufwand kann sich jedes Unternehmen hier beteiligen und Sammelboxen an seinen Standorten aufstellen.
Es gibt viele Gründe für den Insektenschwund: Vor allem ist es der Verlust von geeigneten Lebensräumen, damit verbunden auch der Mangel an Nahrung, für Insekten tödliche Pestizideinsätze sowie eine zu geringe Vernetzung der Lebensräume und auch Lichtverschmutzung, die zu einem drastischen Insektensterben bei uns geführt haben. In der heutigen hochintensiven Landwirtschaft bieten die monotonen Agrarlandschaften nur sehr widrige Lebensbedingungen, in denen notwendige Nahrungs- und Nistmöglichkeiten großflächig fehlen.
Der NABU-Insektenschutzfonds möchte dieser dramatischen Entwicklung etwas entgegensetzen. Mit dem Fonds werden deshalb NABU-Projekte gefördert, bei denen der Schutz unserer Insekten im Vordergrund steht - auch bei uns in der Region.

 

Liste der Sammelstellen:

 

Tiersch und Co, Gehrenkampstr. 15,3 2760 Detmold
Gemeindeverwaltung, Rathaus, Poststraße 11, Dörentrup

 

Gemeindeverwaltung, Rathaus II, Mittelstraße 35, Extertal/Bösingfeld

 

Gemeindeverwaltung, Rathaus II, Mittelstraße 32, Extertal/Barntrup

 

Gemeindeverwaltung Kalletal, Rintelner Straße 3

 

Stadt Oerlinghausen, Rathaus, Rathausplatz 1, Oerlinghausen

 

Gemeindeverwaltung Leopoldshöhe, Rathaus-Foyer, Bauhof, Felix-Fechenbach Gesamtschule, Begegnungszentrum B-4, Getränkemarkt Löschdepot

 

Bäckerei Seidensticker, Steinheimer Straße 36, Lothe

 

 

 

Fotos:NABU/E.Thies